In dieser Woche – vom 08.-11.03.2026 – ist etwas passiert, das mich wieder einmal nachdenklich gemacht hat. Ich spreche vom Return On Identity-Seminar in Reit im Winkl.
Wir saßen zum Abschluss unseres Markenaufbau Bootcamps (es war eher schon das neue Format mit neuem Ansatz) wie immer zusammen. Vier intensive Tage lagen hinter uns. Gespräche, Reflexion, ehrliches Feedback, viele kleine und große Aha-Momente.
Und in der Feedbackrunde sagte eine Teilnehmerin einen Satz, der maximal bei mir hängen geblieben ist:
„Ich bin heute ein anderer Mensch als vor vier Tagen.“
Solche Sätze hört man nicht nach einem reinen Marketingseminar.
Und genau darin liegt ein Gedanke, der mir in den letzten Jahren immer klarer geworden ist und über den ich regelmäßig nachgedacht habe: Viele Menschen beginnen mit ihrem Markenaufbau viel zu früh oder gelangen nie zum Kern dessen, was sie wirklich zu sagen haben und ausstrahlen wollen.
Sie arbeiten an ihrer Website, an ihrem Content, an ihrer Sichtbarkeit. Sie optimieren Profile, überlegen sich neue Formate und versuchen, ihre Botschaft noch etwas klarer zu formulieren. Und wenn sie dann ansatzweise das Gefühl haben, sie sind angekommen, legen sie los. Vollgas. Und hin und wieder fahren sie vor die Wand.
All die Dinge sind grundsätzlich sinnvoll. Doch eine Frage wird vorher oft nicht wirklich gestellt.
Wer bin ich eigentlich in meinem Business?
Wofür stehe ich wirklich?
Und welche Themen sind mir so wichtig, dass ich sie über Jahre hinweg vertreten möchte?
Wenn diese Fragen nicht geklärt sind, passiert etwas, das ich immer wieder beobachte.
Die Marke wirkt austauschbar.
Sie funktioniert vielleicht sogar eine Zeit lang ganz gut. Doch irgendwann entsteht dieses Gefühl, dass etwas nicht wirklich stimmig ist.
Genau deshalb habe ich schon seit längerer Zeit das Gefühl, ich sollte etwas ändern und habe jetzt erstmal einen anderen/neuen Ansatz gewählt.
Bevor wir über Positionierung, Kommunikation oder Strategie sprechen, schauen wir zuerst auf die Person hinter der Marke. Auf Identität, Werte, Motivation und auf die Themen, die jemanden wirklich antreiben.
In einer kleinen Gruppe entsteht dabei oft ein Raum, in dem sehr offen gesprochen werden kann. Menschen teilen Gedanken, die sie im Alltag selten aussprechen. Es entsteht ehrliches Sparring, neue Perspektiven und manchmal auch eine Klarheit, die vorher gefehlt hat.
Ein Teilnehmer brachte es in der Feedbackrunde sehr treffend auf den Punkt:
„Die Gespräche zwischen den Programmpunkten waren genauso wertvoll wie das Seminar selbst.“
Vielleicht liegt genau darin der eigentliche Kern. Markenaufbau ist weniger eine technische Disziplin, als viele glauben. Es geht nicht zuerst um Strategien, Kanäle oder Formate.
Es geht zuerst um die Person dahinter.
Und deshalb lohnt sich manchmal eine einfache, aber ehrliche Frage an sich selbst:
Bin ich gerade wirklich beim Markenaufbau – oder versuche ich etwas sichtbar zu machen, das in mir selbst noch gar nicht klar ist?
Eine gute Marke beginnt selten bei der Kommunikation. Sie beginnt bei der Klarheit. Bei der echten und nicht geglaubten Klarheit. Das ist ein sehr großer Unterschied.
Der nächste Termin: 06.-09. September 2026
Zu den Informationen und zur Anfrage: https://jens-schlangenotto.com/beratung/return-on-identity-seminar
PS: Das „neue“ Format nenne ich RETURN ON IDENTITY und es kann als Basis vor dem eigentlichen Markenaufbau verstanden werden, gleichzeitig macht es natürlich auch Sinn, wenn du bereits losgelaufen bist und das Gefühl hast, es stimmt irgendwie noch nicht zu 100%. Denn der „Return On Invest“ deiner Marke ist nichts wert, wenn deine Marke nicht deiner Identität entspricht. Und da kann ich aus mittlerweile 25 Jahren Markenaufbau und an der Seite der erfolgreichsten Personenmarken im DACH-Raum sagen: Wer wirklich erfolgreich sein will, muss sein Business mit seiner Identität matchen. Und wenn das geschieht kommt wirtschaftliches Wachstum fast von alleine.
