Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass deine Marke immer ein Versprechen abgibt – ob du willst oder nicht? Wirklich immer. Und egal, was du tust, alles zahlt auf deine Marke ein oder eben nicht.
Allein dadurch, wie du auftrittst, kommunizierst und deine Leistung erbringst, erzeugst du Erwartungen. Deine Kunden verbinden automatisch etwas mit dir:
Klarheit, Verlässlichkeit, Inspiration oder auch eben Transformation.
Dieses unausgesprochene Versprechen entscheidet, ob sie dir langfristig vertrauen – oder nicht.
Das Problem dabei ist: Viele Anbieter nehmen dieses Versprechen gar nicht bewusst wahr. Sie posten Content, bieten Leistungen an und kommunizieren wild drauflos – und wundern sich, wenn Kunden abspringen oder gar nicht erst kommen.
Ich höre derzeit sehr oft, wie schwierig es ihnen fällt, den richtigen Ton zu treffen, die passende Kommunikation zu tätigen, die richtige Zielgruppe mit den richtigen Schmerzpunkten anzusprechen und so weiter…
Was steckt dahinter und was solltest du (nicht) tun?
So brichst du auf jeden Fall dein Versprechen (hier ein paar konkrete Beispiele):
Du versprichst „individuelle Begleitung“, schickst aber jedem Kunden das gleiche Standard-Workbook. Hä? Individuell?
Positioniere dich als „verlässlich und professionell“, meldest dich aber tagelang nicht auf Anfragen. Geht gar nicht in meinen Augen.
Verkaufe „Exzellenz“, aber deine Folien, dein Auftritt oder dein Social Media-Auftritt wirken irgendwie lieblos und generisch. Auch nicht gut. Weil es passt nicht.
Ich könnte diese Liste ellenlang weiterführen, weil mir eben so viele Dinge auffallen, die nicht in das Gesamtsystem der entsprechenden Marken passen.
Und so kannst du das kommunizierte Versprechen einlösen:
Stelle sicher, dass deine Kunden an jedem Berührungspunkt dieselbe Qualität erleben (!) – vom ersten Kontakt bis zur Nachbetreuung. Und nicht nur das. Du achtest nicht nur auf eine gute Qualität entlang der Customer Journey, sondern du baust auch noch ein paar Wow-Faktoren mit ein, die deine Community überraschen kann.
Bleibe dir treu und überlieferst genau das, was du ankündigst – lieber etwas weniger versprechen, aber dafür immer halten bzw. wie geschrieben… du „over deliverst“.
Du bist dir bewusst, dass deine Marke nicht nur durch große Auftritte, sondern durch die vielen kleinen Gesten im Alltag entsteht: Wie du grüßt, wie du Mails formulierst, wie du Feedback gibst. Gibt es einen O-Ton in deiner Kommunikation, der dich und deine Marke ausmacht? Hier geht es darum, welches Gefühl dein Umfeld hat, wenn es mit dir oder deiner Marke in Kontakt kommt.
Ein gebrochenes Versprechen zerstört Vertrauen – meistens leider unwiderruflich.
Ein eingelöstes Versprechen hingegen baut langfristige Beziehungen auf und macht dich für deine Kunden unersetzbar.
Was zum Nachdenken für heute:
Welches stille Versprechen gibst du mit deiner Marke – und wie stellst du sicher, dass du es jeden Tag einlöst?
Enjoy!
Wenn du magst, höre gerne mal in diese Podcast-Episode rein. Hier geht es um einen kurzen und knackigen Test zu deiner Marke.
