Wer meinen LinkedIn-Post in der vergangenen Woche gelesen hat, weiß, dass ich zusammen mit Franz Mühlbauer (SOLEMON Regeneration) 2 Tage im Weingut Manincor an der Südtiroler Weinstaße verbringen durfte. Es war Markenfaszination pur.

Auf Einladung der Gräfin Sophie Goëss-Enzenberg und ihrem Mann Michael Graf Goëss-Enzenberg, den beiden Gründern und Eigentürmern des Weinguts, sind wir in den ganz besonderen Genuss der Marke Manincor und allem was damit zusammenhängt gekommen.

Und das war allerhand.

Für meine Passion Markenaufbau ist dort so ziemlich alles vorzufinden, was ich mir unter einer sehr gut eingeführten und geführten Marke vorstelle.

Schauen wir uns an, was wir aus ihrer Historie und dem was ich vor Ort durch das Erleben des Weinguts und der Gespräche mit Sophie und ihrem Mann mitnehmen durften an Impulsen und was wir in unsere Tätigkeitsbereiche davon adaptieren können.

Qualität/Werthaltigkeit

Grundsätzlich bin ich ja so unterwegs, dass ich behaupte, dass sich langfristig eben nur echte Qualität im Markt durchsetzen wird. Wir sehen aktuell recht viele schnell in den Markt gedrückte Produkte und Angebote mit dem einzigen Ziel, schnell und sehr viel Ertrag zu erwirtschaften. Erträge zu erwirtschaften ist grundsätzlich nicht verkehrt, doch weit wichtiger ist es in meinen Augen, langfristig werthaltige und qualitativ hochwertige Produkte anzubieten. Denn wenn dies gegeben ist, werden Umsätze automatisch fließen.

Natürlich ist ein Weingut ein komplett anderes Business, doch mir geht es an dieser Stelle um die Intention hinter dem Vorgehen. Geld verdienen und Erträge erwirtschaften ist die logische Konsequenz aus dem Tun. Es macht vermutlich die Sache weit komplizierter, wenn das „Geld verdienen“ die primäre Intention ist. Es hat alles einen anderen “Anstrich”. 

Es steckt eine Menge Arbeit und Detailverliebtheit dahinter, solche Weine wie das Weingut Manincor zu produzieren. Wir sind hier exakt am anderen Ende der Skala zwischen Industriewein einerseits und ja fast schon „Luxusgut Wein“ auf der anderen Seite. Manincor ist einzigartig.

Frage dich also an dieser Stelle gerne mal, mit welcher Intention du dein Business führst und an welchem Ende der Skala du dich ansiedeln magst. Hier steht auf jeden Fall der Begriff Qualitätsprodukt im Vordergrund.

Leidenschaft

Den großen Unterschied kannst du in deinem Business machen, wenn du dein „wie“ hinterfragst. Wie begegnest du deinen Interessenten, wie behandelst du deine Kunden, deine Lieferanten und grundsätzlich Menschen, die sich um dich herum bewegen? Ich fange jetzt nicht an, von einem Menschenbild zu schreiben, doch dieses ist sicher ein Teil der Wahrheit, die sich hinter der Art und Weise deines Verhaltens verbirgt. 

Eine ganz besondere Leidenschaft zu den Produkten und zu den in der Produktion beteiligten Personen ist in jeder Handlung und in jedem Wort von Sophie und Michael zu spüren. Wenn sie von Manincor sprechen, stellst du sofort fest, dass hier etwas “anders” ist. Fast so als sprechen sie von einem “Heiligtum”.

Hinterfrage dich mal selbst und betrachte dich von außen, wenn du über dich, dein Angebot und dein Auftreten sprichst und von deiner Dienstleistung erzählst. Können andere das Gefühl bekommen, dass du mit ebenfalls ganz besonderer Leidenschaft am Werk bist?

Tradition

Hier sind wir an einem Punkt, der logischerweise nicht von heute auf morgen herzustellen ist. Tradition ist eben Tradition und diese kann nicht binnen 4 Wochen oder gar einem Jahr entstehen. Doch auf Basis deiner Vision, die du hoffentlich hast, kann diese Tradition entstehen. Und dazu ist eben ganz wichtig, dass du nicht wie ein Fähnchen im Wind regelmäßig dein Vorgehen änderst, deine Vision aktualisierst oder wie ein flüchtender Hase zickzack durch deinen Markt springst. 

Stay with the brand, sage ich gerne. Und so ist es. Definiere deine klare Vision und agiere auf echten Markenkernwerten basierend und dann braucht es sicher sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen. Doch wenn du das Ziel oder die Vision immer sehr klar vor Augen hast, wird es leichter und es kann sich so etwas wie eine Tradition entwickeln. 

Insbesondere die Tradition gibt deinen Klienten ein gutes Gefühl. Niemand wird sich langfristig an dich oder deine Marke binden wollen, wenn nicht eine gewisse Beständigkeit in deinem Wirken erkennbar ist. Du kannst es den “roten Faden” nennen oder eine “klare Linie”.

Wichtig wäre, dass deine Außenwelt ein Gefühl davon bekommt, worin in deiner Marke eine Beständigkeit gegeben ist. Wir alle suchen Beständigkeit in einer immer verrückter werdenden Welt. Und darüber hinaus werden sich deine Kunden langfristig mit dir identifizieren können, dich buchen, von dir kaufen und dir langfristig verbunden bleiben.

Respekt

Es ist nicht verwunderlich, wenn ich darüber reflektiere, wie regelmäßig ich derzeit mit diesem Thema konfrontiert werde. Auf Necker Island bei Richard Branson hat mich dieses Thema schon sehr beschäftigt und nun wieder im Weingut Manincor. Klar, denke ich, starke Marken haben eben nicht nur sich selbst im Auge, sondern legen ein erheblich großes Augenmerk auf den respektvollen Umgang mit sich selbst, mit ihren Produktionsfaktoren sowie mit dem gesamten Drumherum. 

Und dies war in Manincor in jedem Detail erkennbar. Sie behandeln die Weintrauben wie ein Stück Gold, die Böden in den Weinbergen werden gepflegt wie ein Samtteppich, das Manincor-Team ist weit mehr als eine „wir gehen heute zur Arbeit“-Gemeinschaft. Gelebt und praktiziert wird eine tolle Art der Führung auf Basis wieder einmal klarer Werte, die gelebt und von Sophie und Michael vorgelebt werden.

Die Art und Weise, wie du mit dir, den Produktionsressourcen und den Menschen in deinem Umfeld umgehst, wird langfristig mitbestimmen, wie erfolgreich du werden kannst. Prüfe sehr gerne, wie du in diesen Punkt unterwegs bist. 

Klarheit

Am Anfang steht eine Idee. Daraus entwickelt sich in der Regel eine Vision und auf dieser Vision aufbauend gehst du in die Vorbereitung und Umsetzung deines Vorhabens. In meinem Markenaufbau-Bootcamp im September werde ich detaillierter darauf eingehen.  Sicher wird es hier und da Anpassungen und Planänderungen geben. Doch mit der Zeit – gerade zu Beginn – wirst du ein immer klareres Bild davon bekommen, wie du welches Ziel oder welche Vision umsetzen willst.

Sobald diese Klarheit zu einem großen Teil vorhanden ist, wird dir einiges leichter fallen. Denn am “Rumeiern” sind meistens nur diejenigen, die im Innen bereits keine Klarheit herstellen konnten. Zum Herstellen von Klarheit kannst du dich gerne bei mir melden. Eine meiner Lieblingsdisziplinen. 

Klarheit, sofern sie dann vorhanden ist, zeigt sich folgend überall. In deinem Marketing, in deinen Produkten, in… naja, eben überall.

Schau dir Manincor einmal an und wenn du die Chance hast, besuche das Weingut. Du wirst merken, dass hier eine sehr klare und vor allen Dingen einheitliche Linie entwickelt wurde. Das heißt nicht, dass es keine Weiterentwicklungen geben darf. Die gibt es und muss es auch geben. Doch der Kern der Marke bleibt immer gleich. 

Und jetzt die Frage an dich: 

Wie steht es bei dir mit der teils so schwierigen Klarheit?
Woher kommst du?
Wohin willst du?
Was treibt dich an?
Wie willst du dein Vorhaben in die Umsetzung bringen?

Hoffe, ich ärgere dich damit nicht zu sehr. Doch du weißt ja, wenn im Innen Klarheit herrscht, wird im Außen einiges leichter umzusetzen sein. Und wenn im Innen keine Klarheit vorhanden ist, wird es definitiv im Außen nicht besser.

#Vision
#Klarheit
#Markenaufbau

Bilder: Alex Filz/Franz Mühlbauer/Jens Schlangenotto

Starke SocialMedia Posts

Und zum Ende dieses Beitrags möchte ich dich noch auf meine Kurzimpulse hinweisen, die dir jeden Sonntagmorgen gratis in dein Email-Postfach gelegt werden. Wenn du also bereits bist, dich mit wertvollen und nützlichen Impulsen aus dem Bereich Marketing, Markenaufbau und Unternehmensaufbau berieseln zu lassen, dann darfst du dich gerne hier eintragen. Darin wirst du hin und wieder wertvolle Hinweise zu den Themen Mentoring und Sparring finden.

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