Coaching, Mentoring

Wie dir Mentoring helfen kann
11. September 2022

Das Thema Mentoring ist sicherlich für viele interessant. Doch noch spannender wird es, wenn es darum geht, einen oder „den“ richtigen Mentor zu finden. Die Frage “Wie finde ich einen Mentor?” ist aktuell mehr denn je präsent. Und weil ich um die Wirkung und die vielen Vorteile von Mentorings – nicht zu verwechseln mit Sparrings – weiß und einige Erfahrungen machen durfte, habe ich für dich zur Orientierung diesen Artikel geschrieben. Erfahre, wie dir ein Mentoring oder ein Mentor helfen kann.

Er soll dir, liebe Leserin und lieber Leser, einen ersten Ein- und besser noch Überblick geben in ein so wichtiges Thema. Viel Freude vorab wünsche ich dir. Am Ende des Artikel wirst du wissen, was Mentoring ist, wie du es für dich wirkungsvoll einsetzen und sinnvoll nutzen kannst.

 

Was ist Mentoring überhaupt? UND WIE KANN MENTORING DIR HELFEN?

Sicherlich gibt es wie in allen Bereichen sehr viele Definitionen. Auf Google ist ganz oben derzeit (!) die Definition der Uni Göttingen zu lesen.

Sie beschreibt ein Instrument der Personalentwicklung. Aus der Personalentwicklung scheint das Mentoring zu entstammen. Gut so.

Doch gleich vorab:

Ich sehe Mentoring weit umfassender als nur in der Personalentwicklung. Was mir jedoch gut gefällt ist die Bezeichnung der hierarchisch unabhängigen Beziehung zwischen einem Mentee und einem erfahreneren Mentor. 

Weiter geht es in der Definition um ein „One to One-Mentoring“ (also einem Mentoring zu einer Person) und um ein Gruppenmentoring, welches meint, das ein Mentor eine Gruppe von Mentees betreut. Beides ist sicher möglich und sinnvoll. Ich spreche in meinen Ausführungen eher von Einzelmentorings. 

Lesen wir Mentoring auf Wikipedia nach, geht es weiterführend um den Wissensaustausch von fachlichem Wissen einerseits und Erfahrungswissen andererseits.

Ich halte es für ausgesprochen wichtig zu erwähnen, dass es natürlich um den Austausch von Fachwissen geht, doch Fachwissen alleine reicht natürlich nicht. Viel wichtiger in meinen Augen ist das Erfahrungswissen der Mentoren, denn heutzutage ist fast alles Wissen irgendwo bereits im Internet nachzulesen (gratis), auf Youtube anzuschauen oder auf sonstigen Plattformen zu erhalten. Für mich macht es die Mischung aus gelerntem und angewandtem Wissen, die einen Mentor so unterstützend und so wertvoll macht für Mentees.

Wenn du dir also die Frage stellst, “wie finde ich den richtigen Mentor?”, ist dies ein entscheidendes Kriterium, denn Wissen aus Büchern haben viele Menschen, echte Erfahrungen haben bereits einige weniger. Und am Ende sollst du  hier ja erfahren, wie ein Business Mentoring dir helfen kann. 

Wir haben also geklärt, was ein Mentee und ein Mentor ist, wir wissen jetzt, dass es ein unabhängiges Miteinander (!) sein soll und es hier bei mir um Einzelmetorings geht. Du hast über Fachwissen und Erfahrungswissen gelesen.

 

Für wen ist ein Mentor geeignet? Wie kann er HELFEN?

Ein Mentor ist grundsätzlich dann interessant, wenn du ein Ziel verfolgst oder auf dem Weg bist, ein Ziel zu definieren oder erreichen. Enger gefasst in meiner Welt habe ich es mit Mentees zu tun, die ein Unternehmen aufbauen wollen, eine Marke kreieren wollen, sich jemanden an der Seite wünschen, der ihnen regelmäßig als Berater und eben als Mentor mit seinem Wissen und seiner Erfahrung zur Seite steht.

Ein Mentor kann dir helfen, dass du fokussiert und zielgerichtet nicht nur auf dem Weg bleibst und deinen “roten Faden” nicht verlierst, sondern auch, sofern vereinbart, dir 24/7 mit Rat und Tat zur Seite steht. An dieser Stelle scheiden sich sicherlich wieder die Geister etwas in der Frage, wie aktiv ein Mentor eingreifen sollte. Am Ende ist diese eine Frage der Vereinbarung und der Vorstellung des Mentees. Ich bin an der Stelle recht offen und an keinerlei konkrete Definitionen gebunden.

Jede und jeder ist anders und benötigt eine andere individuelle Art von Support.

Wenn du also zum Beispiel dabei bist…

-eine Marke aufzubauen,
-ein Unternehmen zu gründen,
-eine Idee oder eine Vision hast und die mit jemanden besprechen und umsetzen willst,
schneller vorankommen willst in deinem Tun,
Fehler in deinem Wachstum vermeiden willst,
-eine schnellere Lernkurve erzielen willst,
Zeit und Energie sparen willst,
-einen “Partner” an deiner Seite benötigst,
-etc., etc. 

…dann ist ein professionelles Mentoring auf jeden Fall das Richtige für dich. Und es kann dir helfen!

Und dabei ist es völlig egal, an welcher Stelle du gerade stehst in deinem Vorhaben. Es ist egal, wie alt du bist und woher du kommst. Mentoren können dir auf jeden Fall helfen, wenn sie die entsprechenden Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen.

Das solltest du natürlich vorher prüfen und so direkt und detailliert wie möglich mit deinem zukünftigen Mentor besprechen. Ein paar Fragen und Ansatzpunkte werde ich dir sehr gerne in einem Telefonat liefern.

Welche Mentoringformen gibt es? 

Wir haben weiter oben bereits über das Einzelmentoring und das Gruppenmentoring gesprochen. Ich spreche hier wie gesagt von Einzelmentorings, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich dort optimalere Ergebnisse erzielen kann, wenn ich mich voll auf einen Mentee konzentrieren kann. In manchen Situationen oder bei bestimmten Lernfeldern können Gruppenmentorings Sinn machen. Doch diese sehe ich eher beim Erlernen von konkret umrissenen Themenbereichen.

Ein wesentlicher Punkt ist sicherlich die quantitative Art des Mentorings. Also wie oft und wie lange tauschen sich Mentee und Mentor über welches Medium aus, sodass das Mentoring wirklich helfen kann.

Wie häufig du dich mit deinem Mentor zusammen findest, bestimmt am Ende ihr beide. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem 2-Wochen-Rhythmus gemacht. Vorgeschaltet wird bei mir zwingend immer ein persönliches Kennenlernen in Form eines halbtägigen Workshops. Dieser ist mir persönlich sehr wichtig, um dich als Mensch mit all deinen Facetten einmal persönlich kennen gelernt und erlebt zu haben. Ob dann alle 1, 2 oder 4 Wochen danach weiter gearbeitet wird, ergibt sich meistens aus dem Ziel heraus. Je nachdem, was umgesetzt werden soll zwischen den Treffen kann eine eher kurze oder längere Pause dazwischen sinnvoll sein. Hauptsache das Mentoring wird dir helfen und dich unterstützen in der Art und Weise, wie du arbeitest.  

Wie lange du jeweils deinen Mentor triffst hängt ebenfalls von der zu besprechenden Menge an Punkten ab. Es gibt keine festen Vorschriften. Ich selbst halte die Gespräche eher kurz und knapp – also etwa 30/45 Minuten – um zügig zum Punkt zu kommen und fokussiert und zielgerichtet heranzugehen. Wir wollen ja schließlich Wachstum und Fortschritt erzielen und das Mentoring soll dir helfen und dich weiterbringen.

Insgesamt gibt es auch keine Zeitangabe, wie lange so ein Mentoring Programm laufen sollte. Anhaltspunkt aus meiner Erfahrung ist eine Dauer von aktuell 6 oder 12 Monaten. Verlängern kannst du – sofern beide dies wünschen – natürlich jederzeit.

 

Wie bin ich selbst zum Mentoring gekommen und warum halte ich es für so wichtig? 

Ich selbst habe mich recht früh für die Selbständigkeit entschieden und bereits 2003 mein erstes Unternehmen – Agent CS – zusammen mit meinem Geschäftspartner und langjährigem Freund Maik Weiss gegründet. Als junger Mensch mit “großen” Zielen hatte ich oft das Gefühl, es geht mir nicht schnell genug und ich habe immer wieder vor Herausforderungen gestanden, deren Inhalte und Tragweiten mir oft nicht geläufig waren. Heißt, mir fehlte die Expertise und die Erfahrung, diese Probleme zu lösen.

Klar habe ich Bücher über Bücher gelesen und geschaut, mir das noch fehlende Wissen anzueignen. Doch Lesen ist klasse, jedoch in etlichen unternehmerischen Situationen einfach nicht ausreichend. Also blieb mir nur der Weg über Menschen, die  dieses Wissen bereits hatten und auch diese und jene Situation bereits erlebt haben. Mentoren eben. Auch wenn ich damals noch nicht wusste, dass sie sich so nennen oder so heißen. 

Mentoren hatte ich im Bereich Finanzen, im Bereich Unternehmensaufbau, im Bereich Coaching/Persönlichkeitsentwicklung und auch im Bereich… ich nenne das einfach mal Lifestyle an dieser Stelle.

 

Warum Lifestyle? Wie hilft Mentoring hier?

Weil es nichts bringt auf Dauer, wenn du ein super Geschäftsmann oder eine super Geschäftsfrau bist und dein Leben sonst komplett langweilig und im A… ist und andersherum bringt es dir auch nichts. Es braucht eine gewisse Balance im Leben. Leider kenne ich sehr viele sehr erfolgreiche Menschen, bei denen – wenn du die Chance auf den Blick hinter die Kulissen bekommst – leider so gar nichts in Ordnung ist. 

An dieser Stelle schau gerne mal auf die Website von SOLEMON. Hier geht es um Regeneration. Auch hier darf ich – weil ich dieses Thema ebenfalls für mega wichtig halte – “mitspielen”. Regeneration und Energiemanagement liegen mir sehr am Herzen, weil ich sehe, wie oft Menschen in zunehmendem Alter Probleme bekommen. Geistig und körperlich. Leider beides und immer früher. Wenn sie sich nicht rechtzeitig damit beschäftigen. Und zwar intensiver. Empfehlen will ich dir an dieser Stelle Regeneration 365. Ein Kurs, den du dir von zuhause aus bequem anschauen kannst. Ein erster Schritt. 

In meinen Augen ist es daher gerade für die sogenannten Top Performer so wichtig, einen Mentor zu finden – nenne es gerne auch einen Business Mentor – und sich für ein Mentoring Programm zu entscheiden. Du sparst nicht nur Zeit und Geld, sondern kommst viel schneller zu einem für dich optimalen Leben. Was auch immer das für dich bedeutet! Daher ist es sicher besser, sich in ein Einzelmentoring zu begeben.

 

Wie läuft so ein Mentoring ab? 

An dieser Stelle kann ich dir nur sagen, wie ich meine Mentoren und ihre Vorgehensweisen erlebt habe und wie ich sie anbiete. Ob dies die übliche Vorgehensweise ist, weiß ich nicht. Ist mir jedoch auch egal. Wichtig ist ja, dass Mentee und Mentor sich gut verstehen und einig sind. 

Nachdem sich die beiden kennengelernt haben und über Ziele, Vorstellung und Wünsche gesprochen haben, wird der bereits beschriebene halbtägige Workshop-Tag durchgeführt. Vorher sind bereits Erwartungshaltungen geklärt.

Darin spreche ich über Ziele, den Weg dahin, mögliche Optionen und skizziere zusammen mit dem Mentee alle aktuell bekannten und zukünftig geplanten Maßnahmen und Eckpunkte, die es zu berücksichtigen gilt. Es entsteht eine Art Roadmap. Ach ja, dieses Treffen findet zwingend persönlich und nicht digital per Zoom statt. 

Zum Einsatz kommt an dieser Stelle immer auch das StärkenRadar! Dies ist ein Stärkentest, die du online durchführen kannst und der dir innerhalb von ca. 12 Minuten deine Top8 Stärken zusammen mit deinen Bedürfnissen und einigen weiteren sehr wertvollen Informationen liefert. Sollte jede und jeder machen! Nicht, dass du dich wunderst. Ja, ich bin diesem Unternehmen beteiligt und dort Geschäftsführer. 

Warum? Weil ich A. die beiden Geschäftspartner Sebastian und Christoph mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und auch als Menschen sehr schätze und B. weil ich nur noch sinnvolle Dinge machen möchte und empfehle. Das StärkenRadar und SOLEMON gehören definitiv dazu. Solltest du also bei mir anfragen, werde ich dich fragen, ob du den Test bereits gemacht hast. 😉

Auf Basis der vorher erwähnten Roadmap treffe ich meine Mentees regelmäßig – also alle 1 bis 2 Wochen – via Zoom oder ähnlichen Plattformen. So hilft dir das Mentoring am meisten und recht zügig.

Ca. alle 6 Monate empfehle ich persönlich ein weiteres physisches Treffen, um alles bereits entwickelte einmal rückblickend zu besprechen und zu schauen, ob wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind. Ist dies der Fall, geht es weiter im Mentoring Programm wie geplant. 

Den Endpunkt einer Mentee-Mentor-Beziehung nach 6 oder 12 Monaten stellt dann wiederum ein persönliches Abschiedstreffen dar, in dem alles Erreichte betrachtet wird und eine Art Fazit der Zusammenarbeit gezogen wird oder die weitere Zusammenarbeit besprochen wird. Denn oft entwickelt sich eine dauerhaft langfristige Zusammenarbeit, die jedoch nicht unbedingt wie oben beschrieben ablaufen muss, sondern dann auf Basis der individuellen Erfordernissen angepasst wird. 

Einen wichtigen Teil stellen die Agent CS-Events dar. Das sind Wander- oder Segel-Tage und/oder -Wochen, bei denen wir uns abseits unserer Mentorenschaft treffen und du die Chance hast, andere Unternehmerinnen und Unternehmer kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

Hier wird für den Ausgleich zum Business gesorgt. Draußen in der Natur, beim Wandern, Segeln oder sonstigen Aktivitäten.

Wenn ich gerade darüber nachdenke, mit wem ich arbeiten darf und wie die Entwicklungen sind, dann bin ich immer wieder begeistert und dankbar, was für tolle Feedbacks dabei rauskommen.

Also, ich hoffe dir mit diesen Ausführungen zum Thema Mentoring ein wenig geholfen zu haben und freue mich, wenn du dich für ein Mentoring entscheidest. Ich drücke dir alle verfügbaren Daumen, dass du den für dich richtigen findest. Dann das ist entscheidend.

Herzliche Grüße,

Jens

PS: …und denk immer daran. THE WORST CRIME IS FAKING IT! Kurt Cobain. Dann dann wird dir ein Mentoring nicht helfen.