Teamführung, Unternehmertum

Über das „Stärken stärken“-Mindset
28. November 2021

Wenn du als Führungskraft beginnst, mit deinen und den Stärken deines Team zu arbeiten.

Mit einem „Stärken stärken“-Mindset.

Seit Jahren schon – also wirklich so richtig vielen Jahren – beschäftige ich mich mit Persönlichkeitsanalysen und -tests, mit kürzeren und längeren Motivstrukturauswertungen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Tests ich in 30 Jahren Berufstätigkeit gemacht habe. Angefangen hat alles damals bei der heutigen O2 Telefonica im Bereich des Key Account-Managements. Klar war es vorteilhaft, die eigenen und die Ausprägungen deiner Teamkollegen und insbesondere auch deiner Kunden zu kennen.

Doch so richtig klar wird erst in der Rückschau, was sich da alles über die Zeit an Verhaltensweisen und an wirklich relevantem Wissen zusammengetragen hat. Enorm die auch intuitiven Verhaltensweisen und deren Auswirkungen, was den eigenen und den Teamerfolg betrifft. Persönlichkeitsdiagnostik ist halt echt schon ein massiver Mehrwert. Wenn sie gut gemacht ist und wirklich gezielt eingesetzt wird.

Zuletzt habe ich mit meinem Team und für mich selbst einen “Stärkenworkshop” gemacht. Mit dem StärkenRadar. Entwickelt von Sebastian Wittmann und Christoph Mandl. Über die Vorteile und die positiven Entwicklungen in den Wochen und Monaten danach will ich dir berichten, denn ich bin der festen Überzeugung, dass auch du initial diesen kurzen Test machen solltest und in Folge auch dein Team. Warum?

Deine Unternehmenskultur verändert sich insgesamt positiv. Doch es beginnt bei dir.

Fangen wir bei dir selbst an. Hast du bereits eine Vorstellung von deinen Stärken? Sicherlich hast du eine Idee davon, weil du ja selbst am besten weißt, was du gut kannst, was dir leicht fällt, was du nicht aufschiebst für später und sofort erledigst. Die Eigenschaften, die es für jene Tätigkeiten benötigt werden vermutlich deine Stärken sein. Also wundert es nicht, wenn du hoffentlich mehr dieser Art Aufgaben den ganzen Tag erledigst, als die anderen, von denen du nicht so begeistert bist. Ich schlage dir vor, diese Punkte einfach mal aufzuschreiben und danach den Test zu machen und die Ergebnisse miteinander abzugleichen. Du siehst sofort, wo es Überschneidungen gibt und wo du möglicherweise daneben gelegen hast. Gut zu wissen.

Idealerweise haben deine Aufgaben, die du in deinem Job ausführst, sehr viel mit den 8 Stärken im Testergebnis zu tun und gleichen sich zu einem hohen Teil. Wenn dem nicht so ist, kannst du mit einem Stärkencoach sprechen und dich und deinen Job unter die Lupe nehmen. Sehr zu empfehlen, denn auf lange Sicht ist es sehr sinnvoll einen Job zu erledigen, der deinen persönlichen Stärken entspricht. Du fühlst dich besser, dein Umfeld fühlt sich besser und am Ende geht es dem Unternehmen besser. Eine Triple-Win-Situation. Am Ende – und das habe ich selbst erlebt – verbesserst du die Unternehmenskultur. Der Kern deines Unterehmens in meinen Augen.

Das Wissen um die Stärken deiner Teammitglieder. Schritt zwei.

Als Führungskraft interessiert es dich, wie die einzelnen Teammitglieder miteinander arbeiten und ob sie ihrer Fähigkeiten und Stärken entsprechend eingesetzt sind. Passen die ihnen übertragenen Aufgaben? Fühlen sie sich wohl mit dem, was sie tun und wie sie es tun sollen? Wichtige Fragen. Denn du wirst mir zustimmen, dass motivierte Mitarbeiter weit produktiver und zufriedener sind als unmotivierte Menschen in deinem Team.

Motivated people build better stuff.
Daniel Ek, CEO Spotify

Und seien wir doch mal ehrlich: Wann bin ich denn motiviert und zufrieden in meinem Job? Abgesehen von den harten Rahmenbedingungen wie Gehalt, Urlaub, etc. geht es doch darum, ob ich meine Aufgabe mag und ob ich diese gut erledigen kann und am Ende damit einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leiste. Wenn dem so ist, dann ist alles fein. Wenn dem jedoch nicht so ist, wird es auf Dauer zu einem “Auseinandergehen” kommen. Das bedeutet, die Unzufriedenheit steigt so lange an, bis ich entweder kündige und mir einen neuen Job suche (proaktiv) oder mir wird gekündigt, weil offensichtlich ist oder immer mehr wird, dass es so nicht ein “perfect fit” ist.

Heißt, lass alle deine Teammitglieder einen Test machen und setzt euch danach zusammen. Also von mir aus erstmal du zusammen mit deinem Teammitglied. Noch besser – weil es in meinen Augen den Teamzusammenhalt steigert und die Unternehmenskultur insgesamt positiv beeinflusst (eigene Erfahrung) – gleich alle zusammen im Team. Und jetzt beobachte genau was passiert. Es ist fast ein bisschen magisch.

Jedes Teammitglied gibt den anderen ein Feedback zu den jeweiligen Stärken und beschreibt, in welchen Situationen sie die/den anderen genau in ihrer/seiner Stärke erlebt hat. Möglicherweise tauchen hier und da auch Irritationen auf, die jedoch sehr gut als Gesprächsgrundlage dienen können. Natürlich soll es vorwiegend um das Positive gehen. Und das wird es auch. Du wirst merken, wie schnell eine tolle Dynamik entsteht, sich die einzelnen Teammitglieder gegenseitig pushen und das gegenseitige Verständnis um die Stärkenaufteilung im Team einen wirklich tollen Teamgeist mit sich bringt. Jeder hört gerne positives Feedback zu seiner Person, die allermeisten geben auch gerne Feedback zu den anderen Personen. Es wächst nicht nur spürbar der Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern es wird eine Art Teammotivation freigesetzt, die sehr schön zu beobachten ist. Wenn du diese Treffen nicht selbst moderieren willst, kannst du hier einen Stärkencoach buchen, der dich durch diese Tage führt, dich thematisch “abholt”, dein Team brieft und euch insgesamt zu einer besseren Unternehmenskultur begleitet.

Die Vorteile aus eigener Erfahrung zusammengefasst.

In der Rückschau war diese Maßnahme ein voller Erfolg. Und zwar aus mehreren Gründen. Abgesehen von der gesteigerten Motivation der einzelnen Teammitglieder ist das WIR-Gefühl im Team sofort gestiegen. Durch das sehr ehrliche und gut gemeinte gegenseitige Feedback ist das Verständnis der Einzelpersonen untereinander sofort auf ein vorher nicht existentes Niveau geklettert.

Jeder hat sich gesehen gefühlt und das alleine schon – wenn du Teams führst, weißt du, wovon ich schreibe – führt zu mehr Freude bei der Arbeit insgesamt.

Also, mehr Motivation, mehr Freude bei der Arbeit, eine bessere Unternehmenskultur, mehr Teamgefühl, mehr gegenseitiges Verständnis…

Was willst du als Führungskraft mehr?

Hier geht es zum Test, mit dem alles beginnt.

Viel Erfolg wünsche ich dir.

PS: Und falls du einen tollen Report zu diesem Thema insgesamt lesen magst, kannst du ihn dir hier zusenden lassen.